Lichtverhältnisse richtig verstehen: So findest du den perfekten Platz für deine Zimmerpflanzen

Lichtverhältnisse richtig verstehen: So findest du den perfekten Platz für deine Zimmerpflanzen

Wer gesunde, kräftige und schöne Zimmerpflanzen möchte, muss vor allem eines verstehen:
Licht ist Leben. Während Gießen und Düngen oft im Fokus stehen, wird das richtige Licht
häufig unterschätzt – dabei ist es entscheidend für das Wachstum, die Farbe und sogar das
Überleben deiner Pflanzen.

In diesem Beitrag erfährst du:

  •  Wie du Lichtverhältnisse in deiner Wohnung richtig einschätzt
  •  Welche Pflanzen welchen Lichtbedarf haben
  •  Was „hell“, „indirekt“ oder „schattig“ wirklich bedeuten
  •  Wie du Lichtmangel erkennst – und was du tun kannst


Warum Licht so wichtig ist
Licht ist für Pflanzen das, was Nahrung für uns ist. Durch Photosynthese wandeln sie Licht
in Energie um. Je nach Herkunft (z. B. Regenwaldboden oder Savannenrand) haben Pflanzen
ganz unterschiedliche Ansprüche an Lichtintensität und -dauer.
1. Lichtzonen in deiner Wohnung verstehen:

Süden: Sehr hell und direktes Licht. Ideal für Sonnenliebende pflanzen wie Kakteen oder Ficus.

Osten: Morgensonne und mildes Licht. Ideal für die meisten Pflanzen. Vor allem tropische Pflanzen.

Westen: Nachmittags- und Abendsonne. Perfekt geeignet für Blühpflanzen wie Orchideen.

Norden: Kein indirektes Licht. Dafür schwaches Licht. Perfekt für Schattenpflanzen wie Sansevieria.

 

2. Lichtarten erklärt – was Pflanzenbeschreibungen wirklich meinen

Volle Sonne: Mindestens 5 bis 6 Stunden direkte Sonne. Sehr gut für Kakteen oder Zitronenbäume.

Helles, indirektes Licht: Sehr hell, aber kein Sonnenstrahl trifft direkt auf die Pflanze. Ideal für Monstera und Philodendron.

Halbschatten: Helles, aber diffuses Licht, zeitweise Schatten. Perfekt für Calathea oder Peperomia. 

Schatten: Sehr wenig natürliches Licht. Bestens geeignet für Efeutute, Sansevieria oder Zamioculcas.


3. Lichtbedarf typischer Zimmerpflanzen

Pflanze Lichtbedarf 
Monstera deliciosa Helles, indirektes Licht
Ficus lyrata Sehr hell, auch Sonne
Zamioculcas zamiifolia Schatten bis mittelhell
Alocasia hell, keine direkte Mittagssonne
Calathea Halbschattig, bis schattig
Sansevieria Toleriert fast alles, ideal für wenig Licht



4. So erkennst du Lichtmangel
Typische Anzeichen für Lichtmangel:

  • Lange, dünne Triebe
  • Kleine oder deformierte neue Blätter
  • Ausbleibende Blütenbildung
  • Blasse oder gelbe Blätter
  • Wachstum stagniert

Lösung: Pflanze näher ans Fenster stellen oder Pflanzenlicht nutzen.


5. Tipps, um Licht optimal zu nutzen

  • Drehe deine Pflanzen regelmäßig, damit sie gleichmäßig wachsen.
  • Nutze helle Wände oder Spiegel, um Licht zu reflektieren.
  • Vermeide Vorhänge oder Rollos tagsüber.
  • Setze bei dunklen Räumen auf künstliches Licht (z. B. LED-Pflanzenlampen).


6. Künstliches Licht – sinnvoll für dunkle Ecken?
Ja! LED-Pflanzenlampen mit Vollspektrum-Licht sind heute günstig und effektiv. Besonders
hilfreich:

  • Im Winter bei Lichtmangel
  • In Nordzimmern oder Badezimmern
  • Für empfindliche Pflanzen
  • Achte darauf, dass die Lampe 10–30 cm über der Pflanze hängt und mindestens 8
    Stunden täglich leuchtet.

Gutes Licht ist kein Geheimnis – aber es macht den Unterschied. Wenn du lernst, die
Lichtverhältnisse in deiner Wohnung richtig einzuschätzen und deinen grünen
Mitbewohnern passende Plätze zuzuweisen, wirst du mit kräftigem Wachstum, sattgrünen
Blättern und blühender Pflanzenfreude belohnt.

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