
Gießen, aber richtig: Wie viel Wasser braucht deine Pflanze wirklich?
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Zu viel, zu wenig, zu oft oder zu selten – das Gießen ist wohl die häufigste Ursache, warum deine Zimmerpflanzen eingehen. Jedoch kann sich der Wasserbedarf deiner Pflanzen, je nach Art, sehr unterscheiden. Aber wie findet man denn nun das richtige Gießmaß?
In diesem Beitrag erfährst du, worauf es beim Gießen wirklich ankommt – und wie du deine Pflanzen optimal versorgst.
1. Die Bedürfnisse sind unterschiedlich
Nicht alle Pflanzen trinken gleich viel. Grundsätzlich gilt:
- Sukkulenten & Kakteen speichern Wasser in Blättern oder Stämmen – demnach brauchen sie nur selten Wasser.
- Tropische Pflanzen wie die Calathea oder der Farn mögen es konstant leicht feucht und profitieren von höherer Luftfeuchtigkeit unter konstanten Bedingungen.
- Blühpflanzen wie Orchideen oder das Einblatt haben während der Blütezeit einen höheren Wasserbedarf.
👉Faustregel: Kenne die Herkunft deiner Pflanze um den Wasserbedarf entsprechend anpassen zu können – Wüstenbewohner brauchen weniger Wasser, Regenwaldbewohner mehr.
2. Der richtige Zeitpunkt zum Gießen
Statt nach Kalender solltest du dich an deiner Pflanze orientieren:
- Fühle die obere Erdschicht: Ist sie trocken, kann gegossen werden.
- Hebe auch den Topf an: Ist er auffällig leicht, braucht deine Pflanze Wasser.
- Manche Pflanzen (z. B. das Einblatt) zeigen Durst durch hängende Blätter deutlich an. Lerne deine Pflanze also kennen. Wie sieht sie aus wenn sie genügend Wasser hat? Und wie zeigt sie dir einen Mangel an?
3. Wie viel Wasser ist richtig?
Ein häufiger Fehler ist das „Schlückchen-Gießen “. Besser ist es, gründlich zu gießen, bis Wasser unten aus dem Topf läuft. Überschüssiges Wasser im Untersetzer oder Übertopf sollte jedoch unbedingt nach 10–15 Minuten entfernt werden, sonst droht Staunässe.
👉Tipp: Feuchtigkeitsmesser (gibt es von SUStee auch im Shop) oder Töpfe mit Gießanzeiger können hilfreich sein um sicherzustellen ob deine Pflanze gegossen werden muss.
4. Wasserqualität beachten
Nicht nur die Menge, auch die Art des Wassers spielt eine Rolle:
- Leitungswasser ist für empfindliche Pflanzen Arten oft zu kalkhaltig – beispielsweise für Orchideen, Farne oder auch einige Tropische Freunde. .
- Regenwasser ist ideal, da es weich und nährstoffreich ist.
- Abgestandenes Wasser bei Raumtemperatur ist besser als kaltes Wasser direkt aus dem Hahn.
5. Gießen nach Jahreszeit
Pflanzen haben Wachstumsphasen – und daran richtet sich ihr Wasserbedarf:
- Frühling & Sommer: Mehr Licht = mehr Wachstum = mehr Durst.
- Herbst & Winter: Weniger Licht = Ruhephase = weniger Wasser.
6. Typische Fehler vermeiden
🚫 Zu häufiges Gießen → Wurzeln faulen, Pflanze stirbt langsam ab und oftmals merkt man dies viel zu spät. (Tipp: durchsichtige Pflanzentöpfe helfen dir beim Beobachten der Wurzeln)
🚫 Immer gleiche Menge → ignoriert den tatsächlichen Bedarf.
🚫 Nur von oben gießen → manche Pflanzen profitieren von gelegentlichem Tauchbad.
Richtiges Gießen ist keine Wissenschaft – sondern Beobachtungssache. Achte auf die Bedürfnisse deiner Pflanze, kontrolliere regelmäßig die Erde und gieße lieber seltener, dafür aber gründlich. Mit der Zeit entwickelst du ein Gefühl dafür, wie viel Wasser deine grünen Mitbewohner wirklich brauchen.